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Spatenstich beim Neubau des Jobcenters in Halle

Mitte Juni soll das Gebäude bezugsfertig sein, heute (Donnerstag, 3. November) war der symbolische erste Spatenstich für das neue Jobcenter in Halle (Westf.). Baubeginn war bereits einen Tag zuvor – es gilt, keinen Tag zu verlieren. »Vorausgesetzt das Wetter spielt mit, werden wir den Zeitplan einhalten«, kündigt Birgit Melisch vom Architekturbüro Melisch Diekötter (Gütersloh) an. Die beiden Architektinnen hatten mit ihrem Entwurf den beschränkten Architektenwettbewerb gewonnen.

Den Auftrag für den Rohbau, der laut Zeitplan bereits am 17. Februar fertig sein soll, hat die Firma MBS GmbH (Gütersloh) erhalten. Das Gebäude wird eine Dreifachverglasung erhalten, eine Lüftungsanlage und einen erhöhten Dämmstandard aufweisen. »Wir werden die Energieeinsparverordnung (ENEV) 2012 einhalten«, ist sich Architektin Melisch sicher. Die steht zwar noch nicht fest, aber die Standards beim Jobcenter-Neubau gehen so weit über die ENEV 2009 hinaus, dass Optimismus angebracht ist. Sehr wahrscheinlich ist auch der Einsatz einer Photovoltaikanlage, deren Wirtschaftlichkeit wird derzeit noch geprüft.

Der Kreis Gütersloh hatte sich, nachdem sich in Halle (Westf.) kein geeignetes Mietobjekt finden ließ, für einen Neubau entschieden, um ausreichend Büroarbeitsplätze für das Jobcenter Halle/Westfalen zu schaffen. Das Jobcenter wird eines von dreien im Kreisgebiet sein, in dem sämtliche Dienstleistungen nach dem SBG II angeboten werden. Ab Januar betreut der Kreis Gütersloh die Langzeitarbeitslosen in Eigenregie. Bis zur Fertigstellung des Neubaus bleiben die Mitarbeiter des Jobcenters im Rathaus der Stadt Halle (Westf.).

Das Grundstück, ein etwa 2000 Quadratmeter großes Areal auf dem Gelände des Berufskollegs Halle, gehörte dem Kreis Gütersloh bereits. Es zeichnet sich durch seine zentrale Lage und gute Erreichbarkeit (Bahnhofsnähe) aus. Das dreistöckige und nicht unterkellerte Gebäude erhält ein Walmdach und eine Putzfassade. Es greift den Stil der umliegenden Bebauung auf und macht sich kleiner als es ist: Das Grundstück liegt deutlich tiefer als der Straßenverlauf. Die offizielle Adresse des Jobcenters wird Kättkenstraße 12 lauten, von dieser Straße erfolgt die Erschließung. Rund 1,5 Millionen Euro Gesamtkosten kalkuliert Melisch für den Bau mit einer Bruttogeschossfläche von 1400 Quadratmetern. 38 Meter mal 12,5 Meter misst das Jobcenter, es lässt aufgrund seiner Kompaktheit noch ausreichend Platz für eine Regenwasserversickerung auf dem 2000 Quadratmeter großen Grundstück. 38 Bildschirmarbeitsplätze werden entstehen, dazu kommen Räume für Akten, Wartebereiche, ein Empfang, Technik- und Sozialräume. Die drei Arbeitsbereiche Fallmanagement, materielle Hilfen und Arbeitsvermittlung sind jeweils in einer Etage angesiedelt.