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Richtfest am Ärztehaus »Elisabeth Carré«

Das St. Elisabeth-Hospital baut aus – und zwar größer als gedacht. Beim Richtfest (Mittwoch, 23. November 2011) für das »Elisabeth-Carré« teilten die Verantwortlichen gestern mit, dass sie den entstehenden Neubau um ein Geschoss aufgestockt haben. Zugleich sind weitere Parkplätze geplant.

Statt 12 Millionen Euro, wie zunächst geplant, werden nun circa 14 Millionen Euro investiert. »Wir dürfen die Augen für die Anforderungen des medizinischen Betriebes nicht verschließen«, sagte Pfarrer Elmar Quante, Vorsitzender des Verwaltungsrates, gestern. Das sei kein Größenwahn und auch nicht aus dem Konkurrenzdenken zum Städtischen Klinikum geboren. Mit dem Carré habe man die Möglichkeit gesehen, Ersatzflächen vorzuhalten. »Es wäre fahrlässig gewesen, diese nicht zu nutzen«, sagte Dr. Stephan Pantenburg, Geschäftsführer des Hospitals. »Wir bauen ein Stück Zukunft.«

Die Arbeiten an dem »medizinischen Kompetenzzentrum« (Pantenburg) laufen seit knapp einem Jahr. War zunächst geplant, es im Frühsommer 2012 zu eröffnen, so ist nun – wegen der Aufstockung, aber auch wegen des strengen letzten Winters – ein späterer Termin angepeilt. Die ersten Nutzer sollen im Juli einziehen können, weitere bis Oktober folgen.

Von den 8.000 Quadratmetern Nutzfläche sind laut Pantenberg 6.400 bereits verplant. »Damit sind wir sehr zufrieden.« Auch über die noch zu vergebenen Flächen im zusätzlichen Obergeschoss liefen bereits konkrete Gespräche. Er sei zuversichtlich, bald Vollzug melden zu können. Gleiches gelte für die rund 150 zusätzlichen Parkplätze neben dem Ärztehaus.

Der Ärztliche Direktor Dr. Karl Sicking sprach von einer »Medizin der kurzen Wege«. Die direkte Anbindung an das Krankenhaus sei für alle Beteiligte von Vorteil. Pantenburg sagte, auf dem Klinikgelände wachse ein »Campus«, auf dem medizinische Spezialisten zusammenwirkten. Mit fachübergreifender Arbeit und Ressourcenteilung gebe man die Antwort auf die qualitativen und ökonomischen Anforderungen des Gesundheitswesens.

Text: Ludger Osterkamp, Foto: Raimund Vornbäumen, »Neue Westfälische« vom 24.11.2011.