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»grenzenlos« Sozialpädagogisches Institut baut inklusiven Klettergarten am Kiebitzhof

 

Gebaut wird er vom Sozialpädagogischen Institut (SPI), das den Garten mit 27 Stationen auf dem Gelände des Kiebitzhofes anlegt. Im Juni will der Verein die Anlage eröffnen. Einen vergleichbaren, rollstuhlgeeigneten Seilgarten gibt es in ganz Nordrhein-Westfalen nicht. „Es handelt sich um ein einzigartiges Projekt von regionaler Bedeutung“, sagte SPI Geschäftsführer Hergen Bruns.

Unter der Woche ist der Klettergarten für Behinderte geöffnet, an Wochenenden, Feiertagen und in den Schulferien für Nichtbehinderte. Der Eintritt orientiert sich dann an den anderen, üblichen Klettergärten, wie etwa in Rietberg, Bielefeld oder Paderborn. „Unser inklusiver Klettergarten dient der Begegnung zwischen Menschen mit und ohne Behinderungen. Sie können hier zusammen klettern, sich erproben und gemeinsam Grenzen überwinden“, sagte Bruns. „Die Inklusion als rein schulisches Thema zu begreifen, war uns zu wenig, da haben wir uns überlegt, was wir sonst noch anbieten könnten.“

Architektin Birgit Melisch sagte, die Anlage sei genehmigt, der Bauauftrag erteilt. Die Arbeit an einem solch ganz und gar ungewöhnlichen Projekt habe ihr große Freude gemacht. Entstehen wird der Seilgarten an der Rhedaer Straße, in dem Wäldchen neben dem Backhaus, wo im Augenblick der Sinnesparcours verläuft. Der Spatenstich ist für Anfang April geplant. Die Anlage besteht aus 27 Elementen, 22 dem Hochseilgarten zugeordnet, fünf dem Niedrigseilgarten. Meistens bewegen sich die Kletterer auf einer Höhe von fünf bis sechs Metern. Gebaut wird der Klettergarten von der Alea GmbH aus Marburg, die Erfahrung aus 20 Jahren vorweisen kann.

Text: Ludger Osterkamp, »Neue Westfälische Gütersloh« vom 6.2.2015.